Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020

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Creating tomorrow’s solutions

Boden und Grundwasser

Wie bei vielen traditionsreichen Chemieunternehmen finden sich auf Geländen von WACKER-Standorten Verunreinigungen im Boden. Denn in der Gründerzeit der chemischen Produktion war noch nicht bekannt, welche Gefahren von bestimmten Stoffen ausgehen können und dass einige Substanzen über lange Zeit im Boden bleiben, ohne abgebaut zu werden.

Zur Sanierung der Altlasten am Standort Burghausen betreibt WACKER seit 1989 Anlagen, die Bodenluft absaugen. Damit werden vor allem leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe aus dem Boden entfernt und in der Rückstandsverbrennungsanlage unschädlich gemacht. Bis Ende des Jahres 2020 haben wir insgesamt 2.125 Tonnen chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) entsorgt. Die entfernte Schadstoffmenge im Jahr 2020 betrug 22 Tonnen.

Mit einer Grundwasserstrippanlage beseitigen wir seit 2003 eine lokal begrenzte Grundwasserverunreinigung östlich unseres Standorts Burghausen. Bis Ende 2020 haben wir rund 32 Tonnen Chlorkohlenwasserstoffe entfernt. Die Schadstoffkonzentration ist bis auf ein Zehntel der Ausgangskonzentration zurückgegangen. Um den Eintrag von Hexachlorbutadien (HCBD) in den Unterwasserkanal am Standort Burghausen zu verringern, reinigen wir weiterhin das Grundwasser an belasteten Stellen des Werkgeländes. Derzeit werden pro Jahr rund 80 Kilogramm dieses Schadstoffs entfernt.

Unser jährliches Fischschadstoff-Monitoring am Standort Burghausen ergab auch in den Berichtsjahren, dass Fische aus der Salzach ohne Bedenken verzehrt werden können. Das Fisch-Monitoring wurde von der BNGF GmbH – Büro für Naturschutz-, Gewässer- und Fischereifragen durchgeführt.

Auch am Standort Nünchritz sind Belastungen des Grundwassers vorhanden. Diese stammen aus früherer Produktion vor Übernahme des Werks durch WACKER. Die Beseitigung wurde bereits im Rahmen befristeter Maßnahmen in Angriff genommen. In den Pilotmaßnahmen wurden Reinigungsverfahren untersucht und mit der Reinigung des Grundwassers begonnen. Daran schloss sich eine Untersuchung an, die wir im aktuellen Berichtszeitraum fortgesetzt haben, um ein Konzept für die weiteren Sanierungsmaßnahmen zu erstellen. Dabei und ebenso beim Hochwasserschutz am Standort Nünchritz kooperieren wir eng mit den Behörden.