Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020

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Creating tomorrow’s solutions

Mitarbeiter

Status Ziele 2017/2018

Der Frauenanteil bei WACKER soll in der ersten Führungsebene auf mindestens 16 Prozent steigen, in der zweiten Führungsebene auf mindestens 18 Prozent.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2019
Stand der Umsetzung: Die Zielgröße für den Vorstand (Zielgröße Null, Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2022) ist aktuell erreicht. Die Zielgrößen für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands (Zielgröße erste Führungsebene: 16 Prozent, Zielgröße zweite Ebene unterhalb des Vorstands: 18 Prozent), für die eine Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2019 festgesetzt wurde, wurden zu diesem Stichtag übertroffen.

Ausrichtung der globalen Prozesse und Standards zum Arbeitsschutz auf die neue internationale Norm ISO 45001.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2019
Stand der Umsetzung: Ziel erfüllt.

Arbeitsschutz

Senkung der Unfallhäufigkeit (Anzahl Unfälle mit Ausfalltagen pro einer Mio. Arbeitsstunden) auf mindestens 1,7.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2020
Stand der Umsetzung: Die erreichte Unfallhäufigkeit hat sich im Jahr 2019 mit 3,4 Arbeitsunfällen pro einer Million Arbeitsstunden gegenüber dem Vorjahr erhöht und lag im Jahr 2020 mit 3,0 Arbeitsunfällen pro einer Million Arbeitsstunden ebenfalls über der Zielgröße. Wir geben uns mit dieser Unfallhäufigkeit nicht zufrieden und setzen unsere Anstrengungen im Arbeitsschutz fort, um unser 2019 neu formuliertes Ziel von 2,0 zu erreichen. Wir ziehen keinen Vergleich mehr mit den meldepflichtigen Unfällen, die seit 2018 auch keine Rolle mehr in der Beitragsberechnung der Berufsgenossenschaften spielen.

Senkung der Chemieunfälle mit Ausfalltagen auf 0 und Reduzierung von Chemieunfällen mit dem Potenzial für Ausfalltage um 50 Prozent gegenüber 2015.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2020
Stand der Umsetzung: Nach acht Chemieunfällen mit Ausfalltagen im Jahr 2019 verzeichneten wir im Jahr 2020 eine deutlich reduzierte Zahl von drei Chemieunfällen mit Ausfalltagen. Das sehr anspruchsvolle Ziel von Null entsprechenden Unfällen haben wir damit in beiden Jahren verfehlt. Die Gesamtzahl der Chemieunfälle mit Potenzial für Ausfalltage war zwar rückläufig, eine Reduzierung um 50 Prozent haben wir jedoch nicht erreicht.

Gesundheitsschutz

Projekt „Gesundheitskultur 2020“: WACKER möchte die Gesundheitskultur im Unternehmen weiterentwickeln, um die Gesundheit der Belegschaft zu verbessern und die Mitarbeiter beschäftigungsfähig zu halten.

Unternehmenseinheit: WACKER Deutschland
Termin: Umsetzung ab 2016, nachhaltige Verbesserung bis 2020
Stand der Umsetzung: Ziel erreicht. Das Projekt wurde in der Berichtsperiode weiter vorangetrieben, mit den vier Schwerpunkten Bewegung, Ernährung, Befinden und Vorsorge. Zu jedem dieser Themen gab es entsprechende Angebote an die Mitarbeiter.

Neue Ziele

Der Frauenanteil bei WACKER soll in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 21 Prozent steigen, in der zweiten Führungsebene auf 20 Prozent.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2022

Arbeitsschutz

Unfallhäufigkeit senken; Anzahl der Unfälle mit Ausfalltagen pro einer Mio. Arbeitsstunden von maximal 2,0.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2021

Unfallhäufigkeit senken, Anzahl der Unfälle mit Ausfalltagen pro einer Mio. Arbeitsstunden von maximal 1,75.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: 2025

Chemieunfälle mit Ausfalltagen auf Null senken.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: wiederkehrendes jährliches Ziel

Gesundheitsschutz

Keine anerkannten Berufskrankheiten; schädliche Auswirkungen hinsichtlich Ergonomie und Gefahrstoffen verringern.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: fortlaufend ab 2021

Gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben zum Gesundheitsschutz einhalten; entsprechende Anweisungen entwickeln; keine Feststellungen in Audits; falls erforderlich Standortprüfungen; nach der Pandemie Rückkehr zum regulären Gesundheitsbetrieb.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: fortlaufend ab 2021

Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten; effektives Management von Fehlzeiten und Einsatzeinschränkungen; gesundheitsbewusste Führung fördern. WACKER in Deutschland: Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung weiterentwickeln.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: fortlaufend ab 2021

Die Pandemievorschriften des Konzerns überarbeiten und Erfahrungen aus der Corona-Pandemie einbringen.

Unternehmenseinheit: Konzern
Termin: fortlaufend ab 2021

Zukünftige Themen

Mit Angela Wörl als Arbeitsdirektorin wurde auf der Hauptversammlung 2021 eine Frau in den Vorstand der Wacker Chemie AG bestellt.

Unser Freiwilligenprogramm – ein Teil unseres umfassenden Struktur- und Effizienzprogramms „Zukunft gestalten“ – war erfolgreich. Daher wird die Mitarbeiterzahl im Jahr 2021 zurückgehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den indirekten Funktionsbereichen, in denen durch Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen ein geringerer Personalbedarf ermöglicht wird.

Im Jahr 2020 verständigten sich Unternehmen und Betriebsratsgremien neben Rahmen­interessenausgleich, Freiwilligenprogramm und Konzernsozialplan auch auf Nachträge zu bestehenden Betriebsvereinbarungen. Sie regeln im Zusammenhang mit „Zukunft gestalten“ weitere Elemente der Themen Altersteilzeit und Übernahme von Auszubildenden.

Die temporären Ergänzungen zur Altersteilzeit umfassen zwei weitere Jahrgänge und ermöglichen auch indirekten Funktionen den Zugang zur Altersteilzeit. Berechtigte Jahrgänge haben zeitlich begrenzt die Möglichkeit, flexibler vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

Für Auszubildende mit bestandenem Abschluss und entsprechender Eignung sehen temporäre Ergänzungen der Betriebsvereinbarung vor, dass sie ein zumindest bis 31. Dezember 2023 befristetes Übernahmeangebot erhalten. Über sein Ausbildungsangebot informiert WACKER künftig verstärkt über Social Media; in seinem Ausbildungskanal bei Instagram unter @wacker_ausbildung gibt das Unternehmen seit 2021 Einblicke zu Ausbildungsberufen, dualem Studium sowie WACKER-Produkten im Alltag und plant Online-Veranstaltungen für Schüler und Absolventen.

Das Bildungsprogramm „Kompass 2021“ enthält zahlreiche virtuelle Lerninhalte. Die Personalentwicklung baut das digitale Lernen weiter aus.

WACKER will die betriebliche Altersversorgung für künftige Pensionsansprüche zukunftssicher und einheitlich aufstellen und hat dafür Verhandlungen mit den Betriebsratsgremien aufgenommen. Ziel ist es, durch ein einheitliches System für die Mitarbeiter von WACKER in Deutschland Versorgungsgerechtigkeit zu schaffen. Erworbene Ansprüche bleiben erhalten. Für künftige Pensionsansprüche wird ein neues Modell entwickelt.

Arbeitsschutz

Die Arbeitssicherheit mit unserer umfassenden Sicherheitskultur fördern wir auch unter Pandemiebedingungen weiter. Wir entwickeln verstärkt webbasierte Sicherheitsschulungen und Unterweisungen.

Gesundheitsschutz

Das Unternehmen gibt seit 2021 Corona-Selbsttests an die Mitarbeiter der deutschen Standorte aus und klärt in einer Informationskampagne über die Vorteile einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus auf. Am Standort Burghausen wurde ein Impfzentrum eingerichtet, in dem die Werkärzte entsprechend der gesetzlichen bzw. behördlichen Regelungen Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen. Im Mai und Juni 2021 wurden am Standort Burghausen rund 3.400 Mitarbeiter erstgeimpft; Zweitimpfungen finden seit Juni statt. Auch an den Standorten Nünchritz und München organisiert der Gesundheitsdienst Impfaktionen. Das Pandemiemanagement hat weiter Priorität, insbesondere hinsichtlich einer hohen Impfquote in der Belegschaft. Der Gesundheitsdienst setzt Erfahrungen aus der Pandemie fortlaufend in die Praxis um und aktualisiert die konzernweit gültige Vorsorgeanweisung zum Pandemiemanagement.

Der Gesundheitsdienst führt seine Kernprozesse, wie arbeitsmedizinische Betreuung, Notfallversorgung und Rehabilitation, weiterhin in der erforderlichen Qualität durch und holt soweit möglich durch die Pandemie ausgefallene Leistungen wie Vorsorgen und Schulungen nach. Wir optimieren die Ergonomie in den Produktionsbereichen und entwickeln die betrieblichen Programme zur Gesundheitsförderung weiter. Dabei berücksichtigt der Gesundheitsdienst die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitsprozesse sowie die Zunahme von Homeoffice und mobilen Arbeitsplätzen. Mit virtuellen „bewegten Pausen“ lädt der Gesundheitsdienst seit Frühjahr 2021 die Mitarbeiter in Deutschland in Phasen des Homeoffice verstärkt zu Fitnessübungen ein, die entspannen und den Bewegungsapparat stärken.