Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020

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Creating tomorrow’s solutions

Nachbarn

WACKER versteht sich als Corporate Citizen – als unternehmerischer Bürger. Corporate Citizenship beginnt mit einem guten Verhältnis zu den Kommunen und zu den Nachbarn. Wir bewerten im Vorfeld von Investitionsentscheidungen und laufend, wie sich unsere Geschäftstätigkeit auf das Umfeld auswirkt. Hierzu analysieren wir zum Beispiel erwartete Emissionen, die regionale Infrastruktur und den Einfluss auf den lokalen Arbeitsmarkt.

Wir sprechen offen über das, was hinter den Werktoren geschieht. Unsere Standorte weltweit gehen auf Fragen der Öffentlichkeit und die Anliegen der Nachbarschaft ein. Zentrale Ansprechpartner und zumeist rund um die Uhr besetzte Bürgertelefone stehen bereit, um Anwohnern, die sich an uns wenden, eine schnelle und verständliche Auskunft zu erteilen. Mit Umweltberichten und Broschüren informieren wir über unsere Standorte.

Wir laden zu Tagen der offenen Tür ein, die im Rahmen der bundesweiten Initiative der chemischen Industrie stattfinden. Wir bieten Umweltinformationstage am Standort Burghausen und Nachbarschaftsgespräche am Standort Nünchritz an. Auch unsere Standorte in den USA und in China laden zu Nachbarschaftsgesprächen oder Tagen der offenen Tür ein. Während der Corona-Pandemie fanden zum Schutz der Besucher keine Präsenzveranstaltungen statt. Auf unseren Internetseiten bieten wir Videoaufzeichnungen des WACKER Wissensforums an. Diese Veranstaltungen fanden vor der Pandemie statt.

Engagement vor den Werktoren

Unsere beiden größten Standorte Burghausen und Nünchritz engagieren sich mit vielfältigen Aktionen in ihrer Region, mit Schwerpunkt auf Schulen und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie die Förderung von Feuerwehren und Wasserwacht.

In den Ruperti-Werkstätten Altötting nahe des Standorts Burghausen finden Menschen mit Behinderungen eine Arbeit, bekommen eine sinnstiftende Beschäftigung und erhalten eine individuelle berufliche Bildung. WACKER bezieht von dieser Einrichtung verschiedenste Komponenten, beispielsweise Rohrbügel und Befestigungsteile. Für eine neu errichtete Betriebsstätte haben wir unser Bindemittel SILRES® BS 6920 für strapazierfähige, langlebige Böden von insgesamt 1.800 Quadratmetern Fläche kostenlos zur Verfügung gestellt und das Auftragen begleitet.

Spendenerlöse aus Benefiz-Veranstaltungen der WACKER Werkkapelle vom Standort Burghausen kommen regelmäßig wohltätigen Zwecken in der Region zugute, beim Frühjahrskonzert mit bis zu 1.000 Zuhörern beispielsweise der Mukoviszidose-Hilfe Südbayern.

Die Standorte der Wacker Chemical Corporation in den USA engagieren sich mit vielfältigen wohltätigen Aktionen in ihrer Region. So legten zum Beispiel Mitarbeiter am Standort Allentown anlässlich des Earth Day 2019 einen Garten für eine Behinderteneinrichtung an. Im Rahmen des Projekts „Habitat for Humanity“ renovierten WACKER-Mitarbeiter Häuser für bedürfte Familien. Teams der Standorte Charleston und Calvert City brachten sich unter anderem beim Freiwilligentag „Make a Difference Day“ bei wohltätigen Projekten ein.

Unsere Regionalgesellschaft Wacker Chemicals South Asia unterstützte in Singapur im Berichtszeitraum die Krebshilfe mit den Erlösen eines selbst organisierten Weihnachtsmarkts. Das Team von WACKER in Indonesien organisierte eine Weihnachtsfeier für bedürftige Kinder.

Hilfe während der Pandemie

Während der Corona-Pandemie unterstützte WACKER beispielsweise Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und andere Organisationen. So spendete das Unternehmen 11.000 Liter Isopropanol zur Produktion von 15.000 Litern Handdesinfektionsmittel für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in Bayern.

Die Wacker Chemical Corporation in Adrian/Michigan, USA, gab selbst produziertes Hand­desinfektionsmittel an lokale Rettungsdienste und medizinische Einrichtungen ab.

Unsere brasilianische Landesgesellschaft Wacker Química do Brasil engagierte sich während der Corona-Pandemie mit Sachspenden, insbesondere von Lebensmitteln und Hygieneprodukten, an Einrichtungen für Bedürftige in der Region um den Standort Jandira.

Soziales Engagement in Indien

Die Wacker Metroark Chemicals Pvt. Ltd. (WMC), ein Gemeinschaftsunternehmen von WACKER und dem in Kalkutta ansässigen indischen Siliconhersteller Metroark, hat sich im Berichtszeitraum in verschiedene soziale Projekte eingebracht und beispielsweise Aktionstage mit kostenlosen Augen- und Gesundheitsuntersuchungen für Menschen aus der Region organisiert. Mit zwei Spenden von jeweils 7,5 Mio. Rupien (91.500 €) unterstützte die WMC den Hilfsfonds des indischen Bundesstaats Westbengalen, wo sich unsere Produktion in Amtala befindet, sowie den Unterstützungsfonds PM CARES für Corona-Hilfsmaßnahmen des indischen Premierministers.

Engagement für die Umwelt

WACKER lud im Berichtszeitraum zum 23. Mal in Folge am Standort Adrian/Michigan, USA, die Nachbarschaft zum jährlichen „Household Hazardous Waste Collection Day“ ein. Bei dieser Aktion bringen Anwohner Material, das nicht in die Mülltonne darf, wie Farben, Lacke, Altöl, Frost- und Pflanzenschutzmittel, Spraydosen oder Batterien. Die gesammelten Abfälle entsorgen wir ordnungsgemäß oder geben sie zum Recycling.

Teams unserer internationalen Standorte, zum Beispiel in Adrian/Michigan und Calvert City/Kentucky, USA, sammelten im Berichtszeitraum an Aktionstagen Müll in Naturschutzgebieten und an Flussufern. WACKER Chemicals South Asia in Singapur befreite anlässlich des International Coastal Cleanup Day ein Küstenstück von Abfällen. Das Team des Standorts Pilsen, Tschechien, sammelte anlässlich der WACKER-Nachhaltigkeitswoche 2020 über eine Tonne Abfälle in der Natur ein und führte diese einer umweltgerechten Entsorgung zu.

Regionale Beschaffung

WACKER fördert die Region um seine Standorte auch durch den Bezug von Waren und Dienstleistungen bei heimischen Lieferanten. Rund 90 Prozent unserer technischen Waren und Serviceleistungen kaufen wir in dem Land ein, in dem der Bedarf besteht. Die regionale Wertschöpfung zeigen beispielhaft unsere beiden größten Standorte.

  • Burghausen in Bayern: Im Jahr 2020 hat der Standort 19 Prozent (154 Mio. €) seiner technischen Waren und Dienstleistungen von Lieferanten aus den umgebenden Landkreisen bezogen (2019: 21 Prozent, 213 Mio. €). Weitere 23 Prozent stammen von Lieferanten aus dem übrigen Bayern.
  • Nünchritz in Sachsen: Im Jahr 2020 wurden 12 Prozent der Lieferungen und Dienstleistungen für das Werk von Firmen aus Sachsen erbracht (2019: 13 Prozent). Der Gesamtwert der Leistungen aus Sachsen lag bei rund 400 Mio. € (2019: 450 Mio. €).
Regionale Beschaffung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2020

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

 

 

Anteil regional beschaffter1 technischer Waren und Dienstleistungen (%)

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

91

 

93

 

92

Greater China2

 

98

 

97

 

93

USA

 

96

 

93

 

92

sonstige Länder3

 

78

 

83

 

87

Konzern

 

91

 

92

 

92

1

Lieferanten aus dem jeweiligen Land

2

China, Hongkong, Taiwan

3

Indien, Norwegen, Brasilien, Asien ohne Greater China