Geschäftsbericht 2025

Diese Seite teilen

Creating tomorrow’s solutions

Parameter

Ressourcenzuflüsse

Rohstoffe

Für die Herstellung unserer chemischen Spezialprodukte setzen wir im Wesentlichen die fünf Hauptrohstoffe Methanol, Ethylen, Essigsäure, Siliciummetall und Stärke / Dextrose ein (siehe Grafik Hauptrohstoffe).

Ethylen, Essigsäure und Methanol basieren heute noch überwiegend auf fossilen, petrochemischen Quellen. Silicium wird aus Quarz (Siliciumdioxid) hergestellt. Stärke und Dextrose sind biogenbasierte Rohstoffe.

Erneuerbare Rohstoffe aus biogener Quelle

Im Zuge unserer Strategie, fossilen Kohlenstoff durch erneuerbaren zu ersetzen, erhöhen wir zunehmend den Anteil biogener Rohstoffe. Dazu ersetzen wir sukzessiv die Hauptrohstoffe Methanol und Essigsäure durch die entsprechende biogene und zu 100 Prozent als nachhaltig zertifizierte Variante (z. B. ISSC, PEFC). Ethanol wird bereits zum größten Teil als Bioethanol eingekauft, welches im Wesentlichen aus Fermentationsprozessen gewonnen wird, wie auch unsere biogenen Rohstoffe Stärke und Dextrose.

Holzbasierte Betriebsstoffe kaufen wir zu 100 Prozent zertifiziert (u. a. PEFC, FSC). Bei den holzbasierten Verpackungsmaterialien wurden im Berichtsjahr 23 Prozent nachhaltig beschafft (u. a. PEFC-, FSSC-zertifiziert).

Durch die stoffliche Nutzung biobasierter Rohstoffe findet das Kaskadenprinzip Anwendung.

Erneuerbare Rohstoffe aus Recycling

Im Rahmen unserer Verbundproduktion findet die Kreislaufwirtschaft im Produktionsprozess Anwendung. Nebenprodukte werden zurückgewonnen und in der Produktion wiederverwendet. Dies spart Ressourcen und reduziert die Umweltauswirkungen unserer Produkte. Die stetige Erweiterung und Optimierung des Verbundsystems hilft, auch künftig Ressourcen zu schonen und Stoffkreisläufe zu schließen. Im Rahmen des Chlorverbunds werden zum Beispiel an den Standorten Burghausen und Nünchritz 93 bis 96 Prozent des eingesetzten Chlorwasserstoffs wiederverwendet und im Kreis gefahren. Eine exakte Berechnung aller wiederverwendeten Anteile ist aufgrund der hohen Komplexität der Verbundproduktion nicht möglich.

Bezogen auf unsere fossilen Hauptrohstoffe liegt der Anteil an recyceltem Material im Berichtsjahr bei knapp 14 Prozent.

Bei den Verpackungen liegen die recycelten Anteile bei Papier im Berichtsjahr bei knapp 50 Prozent und bei den Kunststoffkomponenten bei rund 6,5 Prozent.

Die Datenerfassung der Ressourcenzuflüsse erfolgt global mittels eines konzerneinheitlichen ERP-Systems auf Material- bzw. Warengruppenebene und wird durch die Zentralabteilung Einkauf und Logistik ausgewertet und verifiziert. Die angegebenen Werte stellen, wo immer möglich, Absolutmengen dar. Bei den Daten handelt es sich im Wesentlichen um gemessene Werte. Ein untergeordneter Anteil wird berechnet bzw. auf Basis etablierter Hochrechnungsmethodiken und Erfahrungswerte geschätzt.

In der nachfolgenden Tabelle sind alle für WACKER relevanten Parameter zum Thema Ressourcenzuflüsse dargestellt.

Ressourcenzuflüsse

 

 

2025

 

2024

 

Veränderung
in %

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtgewicht Rohstoffe / Materialien (t)

 

1.923.463

 

2.008.170

 

-4 %

Anteil biogener Rohstoffe / Materialien (%)

 

6,7

 

6,7

 

Gewicht recycelter / wiederverwendeter Komponenten* (t)

 

58.696

 

50.425

 

16 %

Anteil recycelter / wiederverwendeter Komponenten* (%)

 

3,1

 

2,5

 

24 %

*

Der Recyclinganteil bei Verpackungen wurde 2024 mittels Hochrechnung abgeschätzt.

Ressourcenabflüsse

Produkte

Da WACKER Produkte nur in kleinen Mengen im entsprechenden Endprodukt enthalten sind, ist die Angabe zu den Ressourcenabflüssen aus Produkten und Materialien für uns nicht wesentlich.

Abfälle

Die Datenerfassung an den Standorten erfolgt auf Basis lokaler gesetzlicher Anforderungen, sodass die Daten sowohl für die Umweltberichterstattung des Konzerns als auch für die standortspezifischen behördlichen Berichtspflichten genutzt werden können. Das heißt, je nach lokaler regulatorischer Vorgabe werden die Daten gemessen, gerechnet oder geschätzt. Um den Veröffentlichungspflichten nachzukommen, können die Standorte für die letzten Wochen des Jahres vereinzelt Schätzwerte verwenden. Dabei handelt es sich um etablierte Hochrechnungsmethoden, die eine präzise Datenberichterstattung sicherstellen.

Generell unterliegen Abfallmengen und -ströme einer gesetzlich geforderten lückenlosen Nachweispflicht, die an den Standorten entsprechend befolgt wird. So existieren beispielsweise in Deutschland Abfallbegleitverfahren zwischen Abfallerzeuger und -entsorger, die eine durchgängige Rückverfolgbarkeit der Abfallwege ermöglichen. Aufgrund der lokalen Gesetzgebung ist es jedoch nicht immer möglich, die Abfallmengen und -arten an unseren weltweiten Standorten absolut einheitlichen Kriterien zuzuordnen. Insbesondere die Bestimmung sowie die Entsorgung von Abfällen unterliegen den lokal geltenden Definitionen und Vorschriften. Auf Basis dieser Informationen erstellen und bewerten wir unsere jährliche Abfallberichterstattung.

In der nachfolgenden Tabelle sind alle für WACKER relevanten Parameter zum Thema Ressourcenabflüsse dargestellt.

Ressourcenabflüsse

 

 

2025

 

2024

 

Veränderung
in %

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtabfallmenge* (t)

 

214.057

 

222.617

 

-4

Gesamtmenge gefährlicher Abfälle (t)

 

74.557

 

73.468

 

1

Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfälle (t)

 

139.500

 

149.149

 

-6

Verwerteter Abfall gesamt (t)

 

178.055

 

185.200

 

-4

Gefährlicher Abfall (t)

 

61.664

 

59.753

 

3

Aufbereitung zur Wiederverwendung (t)

 

418

 

338

 

24

Recycling (t)

 

13.873

 

8.243

 

68

Sonstige Verfahren zur Verwertung (t)

 

47.373

 

51.171

 

-7

Nicht gefährlicher Abfall (t)

 

116.391

 

125.447

 

-7

Aufbereitung zur Wiederverwendung (t)

 

26.149

 

24.913

 

5

Recycling (t)

 

18.560

 

31.194

 

-41

Sonstige Verfahren zur Verwertung (t)

 

71.682

 

69.340

 

3

Beseitigter Abfall gesamt (t)

 

36.003

 

37.417

 

-4

Gefährlicher Abfall (t)

 

12.893

 

13.716

 

-6

Verbrennung (t)

 

9.970

 

10.540

 

-5

Deponierung (t)

 

2.143

 

2.267

 

-5

Sonstige Entsorgungsverfahren (t)

 

780

 

909

 

-14

Nicht gefährlicher Abfall (t)

 

23.110

 

23.702

 

-2

Verbrennung (t)

 

4.465

 

3.961

 

13

Deponierung (t)

 

16.277

 

18.889

 

-14

Sonstige Entsorgungsverfahren (t)

 

2.368

 

852

 

178

Gesamtmenge nicht recycelten Abfalls (Gesamtmenge Recycling) (t)

 

181.625

 

183.180

 

-1

Anteil nicht recycelten Abfalls (%)

 

85

 

82

 

3

*

Der Großteil der Gesamtabfallmenge ist produktionsbedingt.