Geschäftsbericht 2025

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Creating tomorrow’s solutions

Parameter

Luft- und Wasserverschmutzung

WACKER bezieht für die Erfassung der Emissionen in Luft und Wasser gemäß Anhang II der E-PRTR-VO alle vollkonsolidierten Gesellschaften mit ein. Für das Reporting werden alle Produktionsstandorte berücksichtigt. Die Datenerfassung an den Standorten erfolgt auf Basis lokaler gesetzlicher Anforderungen, sodass die Daten sowohl für die Umweltberichterstattung des Konzerns als auch für die standortspezifischen behördlichen Berichtspflichten genutzt werden können. Je nach lokaler regulatorischer Vorgabe werden die Daten entweder gemessen, gerechnet oder geschätzt. Bevorzugt werden die Daten mittels stoffspezifischer normierter und etablierter Methodiken gemessen bzw. berechnet. Ist dies technisch oder aufgrund lokaler Gegebenheiten nicht sinnvoll bzw. möglich, schätzen wir die Emissionsdaten auf Basis etablierter Hochrechnungsmethodiken und Erfahrungswerte. Dazu werden beispielsweise gemessene Emissionen relevanter Standorte herangezogen und auf andere Standorte mit analogen Produktionsverfahren übertragen. Sollten methodische oder systematische Änderungen an der Datenerhebung erforderlich werden, werden die betroffenen Werte rückwirkend angepasst. Dies war jedoch für das Vorjahr nicht erforderlich.

Die Datenerfassung erfolgt standortbezogen über das konzernweite Reportingtool und wird sowohl auf Standortebene als auch durch den Konzernkoordinator Umwelt verifiziert. Unsere Wesentlichkeitsanalyse ergab, dass keine Angaben zu Bodenkontaminationen und Mikroplastik erforderlich sind, da keine relevanten Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert wurden.

Die folgende Tabelle zeigt alle für WACKER relevanten Parameter gemäß Anhang III der E-PRTR-VO. Berücksichtigt werden nur Standorte, die die spezifischen Schwellenwerte für die Berichtspflicht überschreiten.

Emissionen in die Luft

 

 

Schwellenwert
(kg/Jahr)

 

2025

 

2024

 

Veränderung
in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC)

 

100.000

 

824.205

 

708.893

 

16

Stickoxide (NOx/NO2)

 

100.000

 

2.245.486

 

2.073.172

 

8

Schwefeloxide (SOx/SO2)

 

150.000

 

1.098.462

 

1.174.665

 

-6

Feinstaub (PM10)

 

50.000

 

158.923

 

176.000

 

-10

Emissionen ins Wasser

 

 

Schwellenwert
(kg/Jahr)

 

2025

 

2024

 

Veränderung
in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtstickstoff

 

50.000

 

112.901

 

134.108

 

-16 %

Halogenierte organische Verbindungen (als AOX)

 

1.000

 

2.305

 

2.579

 

-11 %

Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)

 

50.000

 

140.402

 

144.122

 

-3 %

Fluoride (als Gesamt-F)

 

2.000

 

26.526

 

16.452

 

61 %

Kupfer und Verbindungen (als Cu)

 

50

 

111

 

109

 

2 %

Nickel und Verbindungen (als Ni)

 

20

 

87

 

73

 

19 %

Zink und Verbindungen (als Zn)

 

100

 

1.313

 

1.441

 

-9 %

Chloride (als Gesamt-Cl)

 

2.000.000

 

28.791.172

 

31.115.933

 

-7 %

Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe

WACKER bezieht für die Erfassung der besorgniserregenden Stoffe (Substances of Concern, SOC) bzw. besonders besorgniserregenden Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC) alle vollkonsolidierten Gesellschaften mit ein. Für das zugehörige Reporting werden konzernweit alle verwendeten Rohstoffe sowie alle verkauften Produkte berücksichtigt. Die Klassifizierung der einzelnen Stoffe erfolgt auf Basis gesetzlicher Anforderungen gemäß der Verordnung EG Nr. 1272/2008 (CLP-VO) und wird konzerneinheitlich systemisch durch entsprechende Fachexperten gepflegt. Durch ein intern entwickeltes Tool ist es uns möglich, konzernweit die entsprechenden Stoffe und deren Komponenten nach ihren SOC/SVHC-Anteilen und -Mengen entsprechend einheitlich auszuwerten.

Basierend auf einem Branchenvergleich haben wir im Berichtsjahr die Methodik zur Ermittlung der Mengen der (besonders) besorgniserregenden Stoffe angepasst, sodass wir Emissionen mit einem Fokus auf die Freisetzung von Stoffen in Luft, Wasser und Boden enger fassen.

In der nachfolgenden Tabelle sind alle für WACKER relevanten Mengen und Hauptklassen besorgniserregendenr und besonders besorgniserregender Stoffen dargestellt. Dabei können diese Stoffe in mehreren der ausgewiesenen Kategorien enthalten sein.

Besorgniserregende Stoffe

 

 

Besorgniserregende Stoffe, die bei der Produktion erzeugt, verwendet oder beschafft werden (in t)

 

Besorgniserregende Stoffe, die das Unternehmen als Produkte, Produktteile, Dienstleistungen oder Emissionen verlassen (in t)

 

 

2025

 

2024

 

2025

 

2024*

 

Differenz zu 2024 Daten aufgrund Methodik­wechsel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtmenge besorgniserregender Stoffe (SOC), davon:

 

713.627

 

686.862

 

61.847

 

42.876

 

-26 %

SVHC (besonders besorgniserregende Stoffe)

 

43.687

 

38.869

 

13.151

 

9.883

 

-22 %

CMR-Stoffe (karzinogen / mutagen / reproduktionstoxisch der Kategorie 1 + 2)

 

414.737

 

373.098

 

14.774

 

7.733

 

-47 %

endokrine Disruption (menschliche Gesundheit / Umwelt)

 

 

 

 

 

persistent, bioakkumulierbar / toxisch (PBT), persistent / mobil / toxisch (PMT), sehr persistent / bioakkumulierbar (vPvB), sehr persistent / mobil (vPvM)

 

 

 

 

 

-100 %

Sensibilisierung Atemwege/Haut (Kategorie 1)

 

33.099

 

23.625

 

15.860

 

8.495

 

-14 %

chronisch gewässergefährdend (Kategorie 1 – 4)

 

421.481

 

384.755

 

25.120

 

19.384

 

-31 %

Ozonschicht schädigend

 

 

 

 

 

spezifisch zielorganotoxisch (einmalig / wiederholte Exposition, Kategorie 1 + 2)

 

255.376

 

277.699

 

20.214

 

15.808

 

-35 %

*

Daten 2024 wurden entsprechend der neuen Betrachtung rückwirkend angepasst

Besonders besorgniserregende Stoffe

 

 

Besonders besorgniserregende Stoffe, die bei der Produktion erzeugt, verwendet oder beschafft werden (in t)

 

Besonders besorgniserregende Stoffe, die das Unternehmen als Produkte, Produktteile, Dienstleistungen oder Emissionen verlassen (in t)

 

 

2025

 

2024

 

2025

 

2024*

 

Differenz zu 2024 Daten aufgrund Methodik­wechsel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtmenge besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC), davon:

 

43.687

 

38.869

 

13.151

 

9.883

 

-22 %

Stoffe gemäß Art. 59 (1) VO (EG) Nr. 1907/2006

 

27.141

 

21.713

 

11.640

 

8.676

 

-13 %

CMR-Stoffe (karzinogen / mutagen / reproduktionstoxisch der Kategorie 1A +1 B)

 

20.022

 

18.551

 

2.708

 

1.233

 

-57 %

endokrine Disruption (menschliche Gesundheit / Umwelt)

 

 

 

 

 

persistent, bioakkumulierbar / toxisch (PBT), sehr persistent / bioakkumulierbar (vPvB)

 

 

 

 

 

-100 %

*

Daten 2024 wurden entsprechend der neuen Betrachtung rückwirkend angepasst

Als chemisches Unternehmen setzen wir eine Vielzahl chemischer Rohstoffe ein, die im Rahmen unserer Produktionsprozesse in Produkte umgewandelt werden. Diese Rohstoffe können besorgniserregende und besonders besorgniserregende Stoffe sein oder Komponenten davon beinhalten. Das Risiko im Umgang mit diesen Stoffen halten wir so gering wie möglich, indem wir die gesetzlichen Anforderungen für Herstellung, Transport, Lagerung und sichere Handhabung einhalten. Weiterhin minimieren wir das Risiko einer Gefährdung für Umwelt, Natur und Mensch durch ein hohes Maß an anlagentechnischen Sicherheitsvorkehrungen sowie den Einsatz von geschultem Personal.

Mehr als 90 Prozent der besorgniserregenden Stoffe sind Rohstoffe oder Rohstoffkomponenten, die in unserer Produktion eingesetzt und chemisch umgewandelt werden. Lediglich ein geringer Anteil an besorgniserregenden Stoffen ist in unseren Produkten enthalten. Diese Produkte werden von unseren Kunden im Wesentlichen industriell genutzt, das heißt ebenso unter Berücksichtigung gesetzlicher Anforderungen und des Einsatzes geschulten Personals. Unsere Produkt-Stewardship-Experten stellen sicher, dass unsere Produkte sämtliche für den Verkauf erforderliche Anforderungen erfüllen. Zudem kommunizieren wir in den Sicherheitsdatenblättern die sichere Handhabung der besorgniserregenden und besonders besorgniserregenden Stoffe.