Geschäftsbericht 2025

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Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns durch den Vorstand

WACKER hat das Geschäftsjahr 2025 angesichts des schwachen Marktumfelds bei Umsatz und Ergebnis unter den Vorjahreswerten abgeschlossen. Ausschlaggebend waren dabei eine geringere Auslastung in allen Geschäftsbereichen, zum Teil niedrigere Absatzmengen und Preise sowie negative Währungseffekte.

Das EBITDA lag deutlich unter dem Vorjahr. Gründe hierfür sind neben geringeren Absatzmengen und niedrigeren Preisen eine niedrigere Auslastung der Produktionsanlagen. Die Energiekosten in Deutschland, die im internationalen Vergleich weiterhin nicht wettbewerbsfähig sind, haben sich zusätzlich negativ ausgewirkt. Belastet wurde das Ergebnis zudem mit Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 102,6 Mio. € im Rahmen des laufenden Kostenprojekts PACE.

Der Umsatz und das EBITDA im Geschäftsbereich Silicones verringerten sich im Berichtszeitraum. Das EBITDA wurde durch negative Mengen- / Mix- und Währungseffekte sowie durch eine geringe Auslastung der Produktionsanlagen belastet. Im Bereich Polymers lagen Umsatz und EBITDA ebenfalls unter den Vorjahreswerten. Ausschlaggebend für das Minus waren geringere Volumina, negative Währungseffekte und niedrigere Absatzpreise. Auch der Geschäftsbereich Biosolutions hat sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA die Vorjahreswerte unterschritten. Gründe für den Rückgang waren unter anderem ein Rückgang im Projektgeschäft im Bereich der Biopharma-Auftragsfertigung sowie eine geringe Auslastung der Anlagen. Im Bereich Polysilicon waren Umsatz und EBITDA ebenfalls rückläufig. Gründe für den Rückgang waren vor allem niedrigere Absatzmengen bei Solarpolysilicium, Währungseffekte sowie eine sehr niedrige Auslastung der Anlagen. Das Geschäft mit höchstreinem Polysilicium für Halbleiteranwendungen hat sich dagegen sehr positiv entwickelt.

Die Kapitalrendite (ROCE) belief sich im Berichtsjahr auf -3,1 Prozent (2024: 5,0 Prozent). Ursächlich für den Rückgang waren ein geringeres EBIT in Verbindung mit einem leicht gestiegenen Kapital, das im Berichtsjahr von 5,42 Mrd. € auf 5,74 Mrd. € stieg.

Im Geschäftsjahr 2025 haben eine Reihe von Wertberichtigungen das Jahresergebnis, das bei -804,9 Mio. € lag, belastet. In Summe belaufen sich die Berichtigungen, die zum Jahresende 2025 wirksam wurden, auf rund 600 Mio. €. Davon entfallen 308 Mio. € auf eine Wertminderung der Anteile an der Siltronic AG, deren Börsenkurs dauerhaft unter dem geführten Buchwert lag. 195 Mio. € betreffen aktive latente Steuern in Deutschland, deren Werthaltigkeit nicht mehr gegeben ist. 89 Mio. € ergeben sich aus der Sonderabschreibung eines Geschäfts- und Firmenwerts, der im Rahmen der Akquisition des Unternehmens ADL Biopharma entstanden war.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Herstellungskosten lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Trotz realisierter Effizienzmaßnahmen belasteten weiterhin hohe Energiekosten sowie eine niedrige Auslastung der Produktionsanlagen infolge des geringeren Umsatzvolumens die Bruttoumsatzmarge, die sich verringerte. Zusätzlich wirkte sich der Abbau von Vorräten negativ auf die Bruttoumsatzmarge aus. Die Herstellungskostenquote des Konzerns stieg entsprechend auf 88 Prozent (Vorjahr: 83 Prozent).

Das Konzerneigenkapital ist mit 3,76 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 44,9 Prozent. Die Nettofinanzschulden beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf -885,7 Mio. €. Die Investitionen lagen mit 465,9 Mio. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der Netto-Cashflow hat sich im Geschäftsjahr 2025 verbessert und war mit -3,6 Mio. € annähernd ausgeglichen (2024: -326,0 Mio. €). Grund für die Verbesserung war vor allem die deutliche Reduzierung des Vorratsvermögens.

Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2026 herausfordernd bleiben, sind die Geschäftsaussichten für WACKER mittel- und langfristig positiv.