Geschäftsbericht 2025

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Lagebericht der Wacker Chemie AG

(Ergänzende Erläuterungen nach HGB)

Der Lagebericht der Wacker Chemie AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Wacker Chemie AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Unternehmensregister veröffentlicht.

Der zusammengefasste Lagebericht umfasst grundsätzlich auch alle gesetzlich verpflichtenden Bestandteile für die Wacker Chemie AG. Ergänzend zur Berichterstattung über den WACKER Konzern erläutern wir die Entwicklung der Wacker Chemie AG.

Die Wacker Chemie AG ist das Mutterunternehmen des WACKER Konzerns und hat ihren Sitz in München. Sie ist operativ in den vier Geschäftsbereichen Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon tätig und erzielt in diesen Geschäftsbereichen einen wesentlichen Teil des Konzernumsatzes. Die Wacker Chemie AG ist stark durch ihre direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen im In- und Ausland geprägt. Die Wacker Chemie AG hält insgesamt 51 Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen und umfasst ferner die Zentralfunktionen des Konzerns. Wesentliche Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns liegen in der Verantwortung des Vorstands der Wacker Chemie AG. Er legt unter anderem die Konzernstrategie fest, verteilt Ressourcen wie zum Beispiel Investitionsmittel und verantwortet das Führungskräfte- und das Finanzmanagement. Der Vorstand der Wacker Chemie AG bestimmt auch die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären.

Die verwendeten Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung werden konzernweit in den Geschäftsbereichen eingesetzt. Die Unternehmensziele werden für die Geschäftsbereiche konzernweit definiert und berichtet. Für die Wacker Chemie AG als selbstständige Einheit erfolgt keine eigenständige Steuerung. Wir verweisen hierzu auf die für den Konzern gemachten Erläuterungen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Wacker Chemie AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns.

Der Jahresabschluss der Wacker Chemie AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu den IFRS-Werten bestehen beim Anlagevermögen, bei den Abschreibungen, bei den Finanzinstrumenten, bei Nutzungsrechten sowie Finanzverbindlichkeiten im Rahmen der Leasingbilanzierung, den Pensionsrückstellungen und den latenten Steuern. Bezogen auf das EBITDA ergeben sich nur geringfügige Unterschiede zwischen IFRS und HGB.

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

 

3.886,6

 

4.087,9

Bestandsveränderung

 

-126,5

 

245,9

Andere aktivierte Eigenleistungen

 

43,7

 

52,5

Bruttoergebnis vom Umsatz

 

3.803,8

 

4.386,3

 

 

 

 

 

Sonstige betriebliche Erträge

 

321,2

 

263,6

Materialaufwand

 

-2.175,5

 

-2.607,7

Personalaufwand

 

-1.120,5

 

-1.128,1

Abschreibungen

 

-208,4

 

-172,1

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

-1.083,6

 

-837,4

Betriebsergebnis

 

-463,0

 

-95,4

 

 

 

 

 

Beteiligungsergebnis (inkl. Zu- und Abschreibung auf Finanzanlagen)

 

43,1

 

95,5

Zinsergebnis

 

8,9

 

37,2

Sonstiges Finanzergebnis

 

-33,7

 

13,9

Finanzergebnis

 

18,3

 

146,6

 

 

 

 

 

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

-444,7

 

51,2

 

 

 

 

 

Steuern vom Einkommen und Ertrag

 

6,2

 

-23,8

Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss)

 

-438,5

 

27,4

 

 

 

 

 

EBITDA1

 

-254,6

 

76,7

1

EBITDA ist das Betriebsergebnis vor Abschreibung auf Anlagevermögen

Ertragslage der Wacker Chemie AG nach HGB

Die Ertragslage der Wacker Chemie AG war im Geschäftsjahr 2025 geprägt von rückläufigen Umsatzerlösen, einem damit verbundenen Rückgang der Materialaufwendungen sowie von Aufwendungen aus Bestandsabbau. Im Geschäftsjahr 2025 waren die Umsätze in allen Geschäftsbereichen rückläufig. Insbesondere im Geschäftsbereich Polysilicon gingen die Umsätze aufgrund von niedrigeren Preisen und Mengen zurück. Zum Jahresende wies die Wacker Chemie AG einen Jahresfehlbetrag von -438,5 Mio. € (Vorjahr Jahresüberschuss 27,4 Mio. €) aus. Das entspricht einem Rückgang um 465,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz ging von 4,09 Mrd. € auf 3,89 Mrd. € zurück und bewegte sich mit einem Minus von 4,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Diese Entwicklung ist vor allem auf deutlich geringere Mengen und niedrigere Preise bei Solarsilicium im Geschäftsbereich Polysilicon zurückzuführen, dessen Umsätze im Geschäftsjahr 2025 um 7,0 Prozent von 958,4 Mio. € auf 891,6 Mio. € zurück gingen. Auch der Geschäftsbereich Silicones verzeichnete mit 1,90 Mrd. € Umsatz einen Rückgang von 3,5 Prozent (2024: 1,97 Mrd. €). Der Umsatz im Geschäftsbereich Polymers belief sich auf 745,6 Mio. € (2024: 766,0 Mio. €). Dies entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent. Im Geschäftsbereich Biosolutions ging der Umsatz von 143,6 Mio. € auf 117,1 Mio. € zurück, was einem Rückgang von 18,5 Prozent entspricht.

Der Materialaufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr 2025 um 432,2 Mio. € auf 2,18 Mrd. € (2024: 2,61 Mrd. €). Gegenläufig ergab sich ein Bestandsabbau von -126,5 Mio. € (Vorjahr: Bestandsaufbau 245,9 Mio. €). Der Rückgang des Materialaufwands resultiert aus Effizienzmaßnahmen sowie aus geringeren Mengen und niedrigeren Bezugspreisen der strategischen Rohstoffe im Geschäftsjahr 2025. Hier wirkten sich vor allem die geringeren Abnahmemengen für Siliciummetall aus. Auch die Aufwendungen für Energie waren insbesondere mengenbedingt rückläufig. Die Preise sind weiterhin auf hohem Niveau. Gegenläufig wirkt die Erhöhung einer Drohverlustrückstellung für langfristige Gastermingeschäfte in Höhe von 25,3 Mio. €. Die Preise für Methanol stiegen dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Bei dem Preis für Ethylen und Vinylacetatmonomer war ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die Materialeinsatzquote verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 auf 57,2 Prozent (2024: 59,5 Prozent).

Der Personalaufwand bewegte sich mit 1,12 Mrd. € (2024: 1,13 Mrd. €) auf Vorjahresniveau. Zum Jahresende 2025 beschäftigte die Wacker Chemie AG 10.340 Mitarbeitende (31. Dezember 2024: 10.245). Die Personalaufwandsquote stieg auf 29,5 Prozent (2024: 25,7 Prozent).

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der erneut gestiegenen Investitionen auf 208,4 Mio. € (2024: 172,1 Mio. €). Das ist ein Anstieg um 21,1 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis, bestehend aus sonstigem betrieblichen Ertrag und sonstigem betrieblichen Aufwand, ergibt per Saldo einen Aufwand in Höhe von -762,4 Mio. € (2024: -573,8 Mio. €). Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind neben Währungsverlusten, Aufwendungen für Vertriebskosten, Instandhaltung, sonstige Fremdarbeiten, Mieten, Wartungskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Kostenübernahmen für Tochtergesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 reduzierten sich in Folge des rückläufigen Umsatzniveaus insbesondere die Logistik- und Vertriebsaufwendungen. Gegenläufig erhöhte sich der sonstige betriebliche Aufwand im Geschäftsjahr aufgrund von Wertberichtungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 101,9 Mio. € (2024: 0,0 Mio. €). Darüber hinaus sind Aufwendungen für Restrukturierung im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprojekts PACE in Höhe von 98,8 Mio. € enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Energiebeihilfen in Höhe von 170,4 Mio. € (2024: 183,3 Mio. €) enthalten. Das Währungsergebnis stieg um 40,3 Mio. € auf 29,8 Mio. € an (2024: -10,5 Mio. €).

Das Betriebsergebnis war negativ und lag mit -463,0 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von -95,4 Mio. €. Die im Geschäftsjahr 2025 geringere Gesamtleistung ist die Hauptursache für diese Entwicklung.

Das Beteiligungsergebnis enthält im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen und Dividendenausschüttungen. Es lag mit 43,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 95,5 Mio. €. Der Rückgang ist sowohl auf geringere abgeführte Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, verringerte Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften als auch verringerte Dividendenerträge aus Beteiligungen zurückzuführen. Darüber hinaus ist im Geschäftsjahr 2025 eine Abschreibung auf Ausleihungen gegen Wacker Leon S.L.U. enthalten.

Das Zinsergebnis war erneut positiv und reduzierte sich auf 8,9 Mio. € (2024: 37,2 Mio. €). Hier wirkte sich das höhere Zinsniveau für Finanzschulden mit 5,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr aus. Darüber hinaus verringerte sich der Saldo aus der Bewertung des Deckungsvermögens und der Pensionsverpflichtungen. Im Geschäftsjahr ergab sich daraus ein Ertrag in Höhe von 40,2 Mio. € (2024: 43,0 Mio. €).

Im Geschäftsjahr ergab sich für die Wacker Chemie AG einschließlich ihrer inländischen Tochtergesellschaften, mit denen ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, aufgrund der Verlustsituation ein Steuerertrag von 6,2 Mio. €. Im Vorjahr ergab sich ein Aufwand aus Steuern in Höhe von 23,8 Mio. €.

Der Jahresfehlbetrag betrug -438,5 Mio. €. Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2025 ergibt sich nach Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr und der Dividendenausschüttung in Höhe von 124,2 Mio. €. Er beläuft sich auf insgesamt 814,8 Mio. € (2024: 1.377,5 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage der Wacker Chemie AG nach HGB

Die Bilanzsumme der Wacker Chemie AG ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 Prozent gesunken und beläuft sich auf 7,88 Mrd. € (31. Dezember 2024: 7,96 Mrd. €). In den einzelnen Posten ergaben sich dabei einige gegenläufige Effekte.

Bilanz

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände

 

7,7

 

7,7

Sachanlagen

 

1.622,4

 

1.568,3

Finanzanlagen

 

2.999,1

 

2.879,1

Anlagevermögen

 

4.629,2

 

4.455,1

 

 

 

 

 

Vorräte

 

1.005,8

 

1.175,4

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

250,4

 

267,1

Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

 

694,8

 

962,9

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

 

945,2

 

1.230,0

Wertpapiere und Termingelder

 

314,3

 

129,9

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

 

954,3

 

920,8

Umlaufvermögen

 

3.219,6

 

3.456,1

 

 

 

 

 

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

 

22,5

 

50,1

Summe Aktiva

 

7.871,3

 

7.961,3

 

 

 

 

 

Passiva

Gezeichnetes Kapital

 

260,8

 

260,8

./. Nennbetrag eigene Anteile

 

-12,4

 

-12,4

Ausgegebenes Kapital

 

248,4

 

248,4

Kapitalrücklage

 

157,4

 

157,4

Andere Gewinnrücklagen

 

1.000,0

 

1.000,0

Bilanzgewinn

 

814,8

 

1.377,5

Eigenkapital

 

2.220,6

 

2.783,3

 

 

 

 

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

 

917,0

 

951,7

Andere Rückstellungen

 

539,7

 

540,0

Rückstellungen

 

1.456,7

 

1.491,7

Finanzierungsverbindlichkeiten

 

3.355,2

 

2.721,3

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

433,5

 

542,0

Übrige Verbindlichkeiten

 

395,1

 

411,2

Verbindlichkeiten

 

4.183,8

 

3.674,5

 

 

 

 

 

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

 

10,2

 

11,8

Summe Passiva

 

7.871,3

 

7.961,3

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 auf 4,63 Mrd. € (Vorjahr 4,46 Mrd. €). Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, da die Investitionen in Höhe von 268,1 Mio. € (31. Dezember 2024: 394,0 Mio. €) die Abschreibungen in Höhe von 205,2 Mio. € (31. Dezember 2024: 169,3 Mio. €) überstiegen. Das Finanzanlagevermögen stieg von 2,88 Mrd. € auf 3,0 Mrd. € an. Maßgeblich hierfür sind im Wesentlichen Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt 160 Mio. € bei der Wacker Biotech GmbH sowie bei Wacker Chemie s.r.o. Gegenläufig wirkt die Rückführung von langfristig angelegtem Fondsvermögen sowie die Abschreibungen auf Ausleihungen an Wacker Leon S.L.U.. Insgesamt beträgt das Anlagevermögen 58,8 Prozent der Bilanzsumme. Im Vorjahr waren es 56,0 Prozent.

Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert und beliefen sich auf 1.005,8 Mio. € (31. Dezember 2024: 1.175,4 Mio. €). Das entspricht einem Rückgang von 14,4 Prozent. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Bestände in den Bereichen Polysilicon und Silicones zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 6,3 Prozent von 267,1 Mio. € auf 250,4 Mio. € zurück. Die anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen zum Stichtag bei 694,8 Mio. € (31. Dezember 2024: 962,9 Mio. €). Das ist ein Rückgang um 27,8 Prozent. Die darin enthaltenen Forderungen an verbundene Unternehmen betrugen 575,5 Mio. € (31. Dezember 2024: 826,7 Mio. €). Dabei sanken die Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung um 211,2 Mio. € auf 398,6 Mio. € (31. Dezember 2024: 609,8 Mio. €).

Zum 31. Dezember 2025 verfügte die Wacker Chemie AG über Wertpapiere und Termingelder in Höhe von 314,3 Mio. € (31. Dezember 2024: 129,9 Mio. €) mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf von Termingeldern. Das Bankguthaben der Wacker Chemie AG belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 954,3 Mio. € (31. Dezember 2024: 920,8 Mio. €).

Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 2,22 Mrd. € (31. Dezember 2024: 2,78 Mrd. €). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 28,2 Prozent (31. Dezember 2024: 35,0 Prozent). Die Hauptversammlung der Wacker Chemie AG beschloss, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024 eine Dividende in Höhe von 124,2 Mio. € auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.337,5 Mio. € wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2025 setzt sich aus dem laufenden Ergebnis des Jahres 2025 in Höhe von -438,5 Mio. € und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr zusammen und beläuft sich auf 814,8 Mio. €.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 34,7 Mio. € auf 917,0 Mio. € (31. Dezember 2024: 951,7 Mio. €). Hierbei überstieg die Wertentwicklung des Planvermögens den Anstieg der Pensionsverpflichtungen. Die anderen Rückstellungen, bestehend aus Personal-, Steuer- und Umweltschutzrückstellungen, reduzierten sich im Geschäftsjahr 2025 um 0,3 Mio. € auf 539,7 Mio. € (31. Dezember 2024: 540,0 Mio. €). Grund für den Rückgang waren insbesondere die Reduzierung der Rückstellung für variable Gehaltsbestandteile sowie der Steuerrückstellungen. Gegenläufig wirkte im Geschäftsjahr 2025 die Zuführung der Rückstellung für Restrukturierungen im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprojektes PACE.

Im Verhältnis zur Bilanzsumme machen die Rückstellungen 18,5 Prozent aus (Vorjahr 18,7 Prozent).

Die Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 3.355,2 Mio. € (31. Dezember 2024: 2.721,3 Mio. €). Das ist ein Anstieg von 23,3 Prozent. Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 1.958,7 Mio. € (31. Dezember 2024: 1.523,6 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 198,7 Mio. € und beliefen sich auf 1.396,5 Mio. € (31. Dezember 2024: 1.197,7 Mio. €). Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt 42,6 Prozent (Vorjahr 34,2 Prozent).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Stichtag auf 433,5 Mio. € (31. Dezember 2024: 542,0 Mio. €). Die übrigen Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag 395,1 Mio. € (31. Dezember 2024: 411,2 Mio. €). Verantwortlich für den Rückgang sind im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen aus Lieferverträgen, insbesondere für Polysilicium. Sie gingen um 26,4 Mio. € auf 242,4 Mio. € (31. Dezember 2024: 268,8 Mio. €) zurück.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 10,2 Mio. € (31. Dezember 2024: 11,8 Mio. €). Er betrifft im Wesentlichen eine geleistete Zahlung der Siltronic AG an die Wacker Chemie AG für die Übernahme von Mitarbeitern.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2025 negativ und beträgt -116,0 Mio. € (Vorjahr -153,4 Mio. €). Zum großen Teil ist dies auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Aus der Investitionstätigkeit der Wacker Chemie AG resultiert ein Mittelabfluss in Höhe von -597,5 Mio. € (2024: Mittelabfluss von -193,8 Mio. €). Darin enthalten sind Investitionen in Sachanlagevermögen in Höhe von -268,1 Mio. €. Aus der Rückführung von langfristig angelegtem Fondsvermögen ergab sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss in Höhe von 22,0 Mio. €. Aus dem Erwerb von Wertpapieren und Termingeldern ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von -182,5 Mio. €. Im Vorjahr ergab sich aus der Veräußerung von Wertpapieren und Termingeldern sowie aus der Tilgung von Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ein Mittelzufluss in Höhe von 144,8 Mio. €. Der Netto-Cashflow als Summe aus dem Cashflow der betrieblichen Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit (ohne Wertpapiere und Termingelder) war im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ und belief sich auf -377,4 Mio. € (2024: -461,1 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 747,0 Mio. € (2024: 447,9 Mio. €). Aus der konzerninternen Finanzierung ergab sich ein Mittelzufluss von 436,3 Mio. € (2024: Mittelzufluss von 277,1 Mio. €). Die Dividende für das Geschäftsjahr 2024 führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von -124,2 Mio. €.

Zusammengefasst erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 33,5 Mio. € auf 954,3 Mio. € (2024: 920,8 Mio. €).

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der Wacker Chemie AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des WACKER Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Wacker Chemie AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Bewertung der Beteiligungen, Ausleihungen und Forderungen an Tochterunternehmen sind insbesondere abhängig von den im Risikobericht dargestellten Risiken. Aus den Beziehungen zu unseren Beteiligungen und Tochtergesellschaften können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) Belastungen resultieren. Diese Haftungsverhältnisse werden im Anhang der Wacker Chemie AG dargestellt. Die Wacker Chemie AG als Mutterunternehmen des WACKER Konzerns ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagementsystem.

Weitere Informationen hierzu finden sich im Kapitel „Finanzinstrumente“ dieses Geschäftsberichts. Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die Wacker Chemie AG erfolgt im Abschnitt „Internes Kontrollsystem (IKS) und rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem“.

Ausblick

Die wichtigsten Prämissen, die WACKER bei der Planung zugrunde legt, sind die Rohstoff- und Energiekosten, die Personalkosten und die Wechselkurse. Die Erwartung für die weitere Geschäftsentwicklung der Wacker Chemie AG im kommenden Jahr ist im Wesentlichen identisch mit dem Ausblick des WACKER Konzerns, der im Prognosebericht des Konzerns ausführlich beschrieben wird.

Veröffentlichung

Der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Wacker Chemie AG, aus dem hier insbesondere die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wiedergegeben sind, wird beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und ist über die Website des Unternehmensregisters zugänglich. Er wird zusammen mit dem Konzernabschluss veröffentlicht. Dieser Abschluss kann bei der Wacker Chemie AG, Gisela-Stein-Str. 1, 81671 München, angefordert oder im Internet abgerufen werden.